Mendoza

Überraschend ist wohl das richtige Wort, um diese Stadt zu beschreiben. Berühmt ist sie, weil hier in der Nähe viele gute Weingüter liegen. Mir war allerdings nicht klar, dass es sich um ein künstlich angelegtes Areal handelt. Mitten in einer Buschsteppe wurde durch ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem eine sehr fruchtbare Landschaft geschaffen. Das Wasser kommt aus den nahen Anden. Ich habe auch noch in keiner Stadt so viele Bäume gesehen. JEDE Straße ist von Bäumen gesäumt, was ein sehr angenehmes Klima schafft. Es gibt allerdings kaum historische Bausubstanz, da ein schweres Erdbeben im Jahr 1861 die Stadt völlig zerstörte. Der Wiederaufbau machte es möglich, große breite Alleen und Parks anzulegen, die eine angenehme Atmosphäre schaffen.

In unserem Hostel wird an unserem Ankunftstag das 14-jährige Bestehen mit einem Asado gefeiert. Also viel Fleisch und für Heiko eine gegrillte Aubergine! Der Betreiber, Sergio, ist wirklich sehr freundlich und hilfreich und besonders liebenswert ist auch Wilson, der tiefenentspannte Haushund.Und bereits zum zweiten Mal werden wir auf die in Argentinien sehr angesagte deutsche Band „????“(wir können den Namen wirklich nicht verstehen) angesprochen. Nach einigem Hin und Her bekommen wir mit, dass „Die toten Hosen“ gemeint sind. Offenbar haben sie hier eine große Fangemeinde.

Sergio empfiehlt uns eine Radtour zu einigen Bodegas in der Nähe von Mendoza. Wir nehmen einen Linienbus (und auch  hier ist jeder Busfahrer ein Rennfahrer) fahren ca. 18 Kilometer raus nach Chacras de Coria. Nach einigem Suchen finden wir den Laden, der die Fahrräder verleiht. Das erste Mal sehe ich Heiko ziemlich fassungslos. Die Vehikel haben einen Rahmen, zwei Räder und Bremsen, die allerdings erst auf den letzten Millimetern funktionieren. Rad auf argentinisch!Trotzdem fahren wir los… und es geht! Wir werden sehr entschädigt durch den Besuch von zwei wirklich schönen Bodegas. In der einen mache ich eine kleine Weinprobe mit, lecker! Mehr Alkohol geht dann aber auch nicht. Beide Weingüter haben auch eine Restauration angeschlossen. Alles sehr professionell organisiert und geschmackvoll eingerichtet.

2 Kommentare

  1. Liebe Viola und lieber Heiko, jeden Tag zum Frühstück (soweit ihr schreibt), verfolgen wir eure Tour und lesen eure Berichte. Viola, vielen Dank für die unterhaltsame Beschreibungen und Heiko dir Danke für die schönen Bilder. Wir sind schon sehr gespannt auf eure nächsten Erlebnisse, die uns einen Blick in das Leben in Südamerika zeigen werden. Wir wünschen euch weiterhin eine gute Reise. Liebe Grüße Henning und Lydia

  2. Hallo Ihr fleißigen Reisenden (Berichte und Fotos sind einfach toll) –
    habe gerade alles gelesen und bin nach wie vor beeindruckt – tolle Erlebnisse und Fotos 🙂 .
    Schön, dass ihr immer noch so fleißige Reisende seid 😉 .
    Hier ist, wie auch schon andere berichteten, das Wetter absolut bescheiden – gerade fällt der Regen laut auf mein Dachfenster und es wird nicht richtig hell – aber mir wäre es bei euch wahrscheinlich auch zu heiß, zu feucht, zu anstrengend ……
    Ansonsten tut sich hier nichts besonderes, die Zeugnisferien waren entspannend, aber auf Langeoog auch verregnet 🙁 – irgendwie haben wir unsere Wanderungen zwischen den Schauern hingekriegt.
    Habt ein schönes erlebnisreiches Wochenende und berichtet weiter so tolle Sachen.
    Ganz liebe Grüße aus der Heimat

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