Ushuaia/Feuerland

Von Puerto Madryn nach Ushuaia sind es gut 1500 Kilometer. Wir beschließen: Vorerst kein Bus mehr, sondern das Flugzeug! In gut zwei Stunden sind wir am Ende der Welt. Der Anflug über den Beagle-Kanal war spektakulär. Tolle Sicht über diese einzigartige Landschaft. Am Flughafen werden wir von unserem Hotelbesitzer abgeholt und erfahren von ihm, dass wir einen ungewöhnlichen Tag erwischt haben. Ganz viel Sonne, wenig Wind und Wolken. Na, dann soll es wohl so sein! Diese ehemalige Sträflingskolonie ist mittlerweile ein prosperierender Touri-Ort und er wächst und wächst. Unser Weg führt uns zunächst in die Information, wo wir uns brav unseren Stempel für den Pass abholen, der belegt, das wir in der südlichsten Stadt der Welt waren. Wir bummeln ein wenig durch die Stadt, insbesondere durch die vielen Outdoor – Läden, in denen es viele Marken gibt, die wir auch in Europa kennen, nur alles viel teurer. Eine echte Versuchung sind auch hier die vielen Konditoreien, echte Köstlichkeiten türmen sich dort.

Ein Abstecher in den Nationalpark Feuerland muss sein. Wir entscheiden uns für zwei Wanderungen, die uns zum einen direkt am Beagle-Kanal entlang führen und zum anderen – nach einem durchaus anstrengenden steilen Anstieg – eine schöne Sicht über den Kanal und die angrenzenden Seen ermöglichen. Tolle Sicht und Panorama wieder Sonne mit wenig Wind. An den Aussichtspunkten, an denen die vielen Touribusse anhalten, sind einige Menschen auf den Beinen. Auf den Wanderwegen sind wir nur mit einigen wenigen anderen unterwegs. Im Bus, der uns in den Park bringt, lernen wir eine Frau aus Österreich kennen, die auf den Beginn ihrer Antarktiskreuzfahrt wartet. Sie hat ein Schnäppchen ergattern können und freut sich jetzt auf die Tour. Wir haben in Ushuaia auch in einem Reisebüro ein Last-Minute-Angebot gesehen. 1o Tage Antarktis für 7000 US-Dollar pro Person! Wir entscheiden uns dagegen… Am zweiten Tag hier sehen wir im Hafen mehrere Kreuzfahrtschiffe, die im Hafen liegen. Auch diesen Ort haben sich die Riesen also schon erobert. Es ist wohl üblich, dass in den Sommermonaten hier regelmäßig Schiffe anlegen.

7 Kommentare

  1. Hallo ihr zwei, nun seid ihr schon so weit gereist. Bis ans Ende der Welt. Wahnsinn! Und eure Dokumentationen sind ohne Frage einfach klasse. Aber eins habe ich bisher vermisst: Wo ist eigentlich das Foto mit euren Sportsfreunden? Jetzt habt ihr die schönen Tshirts schon bis nach Feuerland gebracht…. 😉 Ganz liebe Grüße aus good cold Germany Wiebke

    • Die Shirts haben wir natürlich getragen,allerdings unter den Jacken, ganz dicht am Herzen! Wir waren nicht so abgebrüht wie eine andere Wandererin, die im Sonnentop herum lief. Nur vom Hinschauen ist mir kälter geworden.

  2. Wie schön doch das Ende der Welt ist ;). Ich hab es mir viel trister vorgestellt. Aber wahrscheinlich ist das tolle Wetter, das ihr erwischt hab, auch ein herrliches Hilfsmittel
    Wie lange wollt ihr denn dort bleiben? Und was heißt dort „kalt“, wahrscheinlich ist es dort wärmer als hier mit dem furchtbaren Ostwind 🙁 ?
    Schöne Zeit dort unten.

    • Wir haben wirklich Glück mit dem Wetter. Es ist so um die 13 Grad warm. Frisch wird es nur, wenn der Wind weht. Ohne Jacke geht es also nicht- jedenfalls bei mir. Es gibt auch Leute, die in T-Shirts und Shorts rum laufen.

  3. Das ist wirlich beeindruckend, tolle Fotos! Habe neulich erst eine Reportage über Ushuaia gesehen, das Seegebiet dort ist aufgrund der extremen Strömungsverhältnisse eines der gefährlichsten der Welt. Aber ihr bleibt ja vorterst an Land. 🙂 Nun seid ihr schon so weit gereist, habt ihr denn noch ausreichend Programm für die verbleibende Zeit? LG Maike

  4. Interessante Einblicke in eine fremde Welt. Der Blog ist klasse. Werde ihn auch im Skiurlaub weiterverfolgen, am nicht ganz höchsten Punkt der Alpen. Ich wünsche euch weiterhin viel Schönes und Neues. Vielleicht kommt ihr ja auch mal zur Ruhe?!

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