Lima

Lima, die Hauptstadt von Peru, ist erreicht! Sie liegt direkt am Pazifik, so dass es kilometerlange Strandabschnitte gibt. Allerdings laden sie nicht zum bummeln ein, da direkt daneben stark befahrene Straßen verlaufen. Es tummeln sich sogar jetzt im Winter Surfer in den Wellen, die sind abgehärtet, da die Wassertemperatur durch den Humboltstrom immer frisch ist. Zwischen Strand und Stadtrand befindet sich eine kleine Steilküste, die hier genutzt wird, um Paragliding-Tandemflüge anzubieten. Über die Köpfe der Menschen hinweg gleiten die Schirme die Küstenlinie entlang. Die Sonne hat es schwer sich einen Weg durch den Küstennebel und Smog zu bahnen. Dieses Problem besteht aber das ganze Jahr über.

Lima ist wie die anderen lateinamerikanischen Hauptstädte ein ziemlicher Moloch. Lima besitzt zwar offiziell eine Altstadt mit der unvermeidlichen Plaza de Armas (zentraler Hauptplatz), Kathedrale und Präsidentenpalast (für die Touristen findet immer mittags eine Wachablösung statt; das müssen jeweils die neuen Rekruten für ein Jahr übernehmen), das Hauptstadtleben findet jedoch in anderen Stadtteilen statt. Miraflores und Barranco sind pulsierende Mittelpunkte mit allem was der moderne Großstädter und die meisten Touristen so brauchen. Und auch hier: es wird gebaut und gebaut, insbesondere sehr exklusive Wohnanlagen mit Blick auf den Ozean. Wir schließen uns auch hier einer Stadtführung an, die mit einer Pisco-Verkostung endet. Der Guide meint es gut mit uns, ich brauche anschließend zwei Kaffee um wieder halbwegs fit zu werden…

Am 28. Juli wird in Peru der Nationalfeiertag begangen. Bereits Wochen vorher ist die ganze Stadt (übrigens auch alle anderen Orte) mit Flaggen geschmückt. Viele Menschen tragen kleine Sticker mit der Nationalflagge und die Busse der Verkehrsbetriebe wünschen allen in ihrem Anzeigeschild einen „Fröhlichen Nationalfeiertag“! Eine zentrale Veranstaltung findet auf der Plaza de Armes statt. Hier ist eine ganze Kolonne von Arbeitern dabei den massiven Eisenzaun zu verschönern. Es wird für meine Begriffe lustlos die schwarze Farbe draufgeklascht. Offensichtlich werden auch die Absperrungen schon mal geübt. Wahllos wird mal die eine und dann die andere Seite des Platzes abgeriegelt, es ist dann nur mit großen Umwegen möglich, sein Ziel zu erreichen. Tja…

Unglaublich voll und chaotisch ist das chinesische Viertel in Lima. Hier gibt es neben unzähligen China-Restaurants auch fast alles andere im Angebot. Und ein Heer an Menschen tummelt und feilscht hier um die Waren. Ich bin dann doch froh, als wir wieder im Bus sitzen und zurück nach Miraflores fahren.

2 Kommentare

  1. Heute habe ich einen Bericht in „Zwischen Hamburg und Haiti“ über Lima, mit besonderem Blick auf die peruanische Küche gehört, u. a. Ceviche und Causa, Nationalgerichte, aber auch gegrillte Rinderherzen (uhhh). Ist das auch Ernährungsalltag für Euch? Pisco Sour, den Du bei Tingo Maria erwähntest, wurde auch hervorgehoben.

  2. Das Essen ist hier richtig gut. Allerdings habe ich keine Erfahrung mit gegrillten Rinderherzen gemacht… Der Fisch war ausgezeichnet und auch für Heiko gab es ein paar leckere vegetarische Gerichte. Und Pisco Sour gehört einfach dazu, zu fast jedem Essen!

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