Guayaquil (Equador)

Den ersten Stopp in Equador machen wir eigentlich nur, um Möglichkeiten für Reisen zu den Galapagos-Inseln zu prüfen. Ganz viele Reisende, die wir getroffen haben, legten uns eine Bootstour mit anschließendem Inselaufenthalt an Herz (Zitat: Jeder Cent ist es wert!). Wir hatten im Vorfeld schon fleißig im Internet recherchiert und waren erstaunt über die Vielfalt des Angebotes und auch über die Preise! Kurz gesagt, wir haben (last minute) eine 8-tägige Bootstour gebucht und bleiben dann noch 5 Tage auf San Cristobal, um auf eigene Faust weiter zu schauen und zu staunen. Die einzige wirkliche Schwierigkeit, die wir hatten, war das Bargeld beschaffen für den Trip. Alle Kreditkartenorganisationen verlangen in Equador eine 8-% „Zugabe“, die bei dem Reisepreis echt aberwitzig war. Also zum Geldautomaten und Bargeld herausholen (nur leider gibt es da pro Tag auch Limits). So mussten wir unfreiwillig ein bisschen länger als geplant bleiben, um die Summe aufzubringen. Jetzt ist alles geregelt-hoffentlich – die Voucher für Flug und Cruise haben wir und die Vorfreude steigt von Tag zu Tag.

Guayaquil ist eine lärmige Großstadt – auch die größte Stadt in Equador- , die in den letzten Jahren aber einiges investiert hat, um ihr Schmuddelimage zu verlieren. Obwohl auch von den Spaniern im 16. Jahrhundert gegründet, gibt es nicht mehr viel koloniale Pracht zu entdecken. Moderne Zweckbauten prägen das Stadtbild. Die Promenade direkt am Fluss Guayas wurde aufwändig umgestaltet, dort lässt sich wirklich schön entlang flanieren. Kinderbespaßungen, Riesenrad, Kino, Museum, alles da, für Unterhaltung ist gesorgt. Sehenswert ist auch das Künstlerviertel Las Peñas und Santa Ana. Hier sind noch alte Holzhäuser zu finden und viele Galerien, Restaurants und Bars. Steile Wege führen hoch zu einem rekonstruierten Leuchtturm von dem sich ein schöner Blick auf die Stadt bietet. Zudem gibt es die Gelegenheit echte Panama-Hüte zu kaufen. Das Grundmaterial aus dem sie gefertigt werden, kommt aus Equador. Beliebt sind sie schon seit langem. Richtig bekannt wurden sie dann durch den amerikanischen Präsidenten Roosevelt, der solch einen Hut zur Eröffnung des Panamakanals trug. Der Hut bekam einen – falschen – Namen, aber der Absatz stieg. Wir besuchen eine Hutmanufaktur und Heiko legt sich ein Exemplar zu.

 

Eine Kuriosität findet sich mitten in der Stadt im sog. „Park der Leguane“. In diesem Park leben verschiedene Leguane, die sehr gelassen die vielen Touristen ertragen. Sie liegen satt und träge auf den Bäumen oder auf den Rasenflächen. Heiko ist ganz begeistert, ich gehe dann auch wieder gern. So mitten in der Stadt…

Nicht weit entfernt von der Innenstadt liegt im Fluss die Insel Santay, die zum Festland mit einer Fußgängerbrücke verbunden ist. Eine kleine grüne Oase, die wir mit dem Fahrrad erkunden können. Es gibt zwei Wege, die in das Dickicht hineingebaut sind, allerdings ist der Zustand nur mäßig. Trotzdem, ein ruhiger Ort, so nah an der Stadt. Da unser Flugzeug zu den Galapagos-Inseln von Guayaquil starten wird, entscheiden wir uns, zunächst den Süden von Equador noch etwas intensiver zu erkunden. Cuenca soll das nächste Ziel sein!

 

 

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